Seltsame Schilder

Habe gerade etwas in meinen Fotos gewühlt und bin dabei auf ein Schild gestossen, dass im Gemeindegebiet St. Moritz (Graubünden, Schweiz) aufgenommen wurde. Dass man hier allergisch ist auf Reisemobile, haben wir ja anhand der Geschichte von Familie Kummdopf und Leiserust bereits erörtert. Dass dies mitunter seltsame Schilder hervorruft, beweist dieses Bild.

Das Parkieren von Fahrzeugen jeglicher Art ist auf auf diesem Platz für 24 Stunden erlaubt. Also ausdrücklich auch über Nacht dürfen hier Autos stehen. Naheliegenderweise vermutet man als Reisemobilist, dass somit auch das Übernachten für eine Nacht toleriert wird, sofern man eben keinen Campingbetrieb aufzieht, sprich Stühle, Tisch und Markise eingepackt bleiben. Falsch gedacht.

Auf Nachfrage bestätigt die Gemeindepolizei St. Moritz, dass man hier Camping mit dem Übernachten in einem Fahrzeug gleich setzt. Sobald also jemand im Auto schläft, gilt das nicht mehr als Parking, sondern Camping. So haarsträubend das für manchen erfahrenen Reisemobilisten scheint, es ist tatsächlich so und gilt übrigens auch für LKW-Fahrer, die ihre Ruhezeiten einhalten müssten, wie ich auf Nachfrage erfahren habe.

Wie gesagt, solche doofen Verbote haben wir denjenigen unter uns zu verdanken, die sich wie Familie Kummdopf verhalten.

Das Engadin will keine Reisemobile

Wer das Engadin im Speziellen und das Bündner Land im Allgemeinen bereist, dem fallen die unzähligen Schilder auf, die das Campieren auf ganzem Gemeindegebiet verbieten. Woher kommt das?

Familie Kummdopf macht Urlaub im Reisemobil. Wenn sie ein schönes Plätzchen finden, stellen Sie ihren Camper so hin, dass sie genügend Platz für Tisch und Stühle haben. Notfalls trampeln sie ein Gebüsch weg. In härteren Fällen holt Papa Kummdopf auch mal die Säge hervor und entfernt störendes Geäst vom nahestehenden Baum.

Nach getaner Arbeit genehmigt sich der Papa ein Bier, die leere Flasche schmeisst er auf den Felsen im rauschenden Fluss gleich neben dem Platz. Glas zersetzt sich ja mit den Jahren durch die Strömung. Und der Abfallsack ist ohnehin auf der anderen Seite des Fahrzeuges. Abfalltrennung lohnt sich nicht für die kurze Zeit im Urlaub.

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