Knaus kümmert sich um die Kunden

Der bayrische Reisemobil- und Caravan-Hersteller Knaus hat erkannt, dass die Beziehung zwischen Hersteller und Kunde auch dann weiter geht, wenn das Produkt verkauft wurde. Im Januar 2012 hat Knaus die Kundeninitiative ‘mein.KNAUS’ gestartet und damit nach eigenen Aussagen Erfolg gehabt. Ende Juni hat man nun erstmals die Kunden zu einem persönlichen Treffen im Knaus-Stammwerk eingeladen. Und sie kamen.

Rund 60 Gespanne oder 120 Personen sind der Einladung gefolgt und haben ein verlängertes Wochenende in Jandelsbrunn, direkt vor dem Knaus-Werk oder im benachbarten Campingpark, verbracht. In zahlreichen Dialogen, informativen Präsentationen und einigen Überraschungen hat man sich voll auf die Kunden konzentriert und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm geboten. Und natürlich fehlte dabei auch die Werksführung nicht.

Zwar nicht ganz neu, aber leider immer noch zu wenig verbreitete Idee von Knaus, die hoffentlich Schule macht.

Happy Hobby Weekend 2012

Hobby startet die Campingsaison jeweils mit dem ‘Happy Hobby Weekend‘. Gemeinsam mit den Kunden feiern die Händler ein grosses Frühlingsfest. Neue Modelle werden gezeigt und attraktive Preise können gewonnen werden. Und auch für die, die kein Losglück haben, gibt’s etwas: Jeder Besucher erhält ein Überraschungsgeschenk.

Eine wunderbare Art der Kundenbindung, wie ich meine. Allerdings auch eine ziemlich aufwändige. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass auf der Liste der teilnehmenden Händlern kein einziger Schweizer Vertreter erscheint. Schade.

Markentreue? Nein, danke.

Laut der deutschen Reisemobilzeitschrift “promobil” (Ausgabe 11/2010) steht es nicht besonders gut um die Markentreue der Reisemobilfahrer. Über die Hälfte der zukünftigen Neukäufer werden die Marke wechseln, nicht einmal ein Drittel gedenken, ihrer Marke treu zu bleiben. Beunruhigende Werte in einem Markt, der längst gesättigt ist und in dem man nur noch durch Verdrängung wachsen kann.

Der grösste Teil der Wechsel liegt zwar mit Grundriss-Fragen zusammen und ist damit nur gering oder gar nicht beeinflussbar. Trotzdem erstaunt es mich, dass einige Hersteller noch nicht verstanden haben, dass Service über allem stehen sollte. Es gibt genügend Fälle, in denen gleich mehrere Hersteller einen vom Kunden gewünschten Grundriss bieten können. Der Ruf einer Marke könnte da das bekannte Zünglein an der Waage sein. Und, klingelt’s? Richtig: Die Kundenfreundlichkeit ist ein nicht unwesentlicher Beitrag zum Ruf.

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