Doch keine Alkoholtester in Frankreich

Die sind ja mal wieder ganz besonders schlau in Frankreich. Erst sorgen sie für Aufregung wegen der sinnlosen Vorschrift, ab 2013 einen Alkoholtester mitführen zu müssen. Und kaum sollte die Vorschrift endgültig in Kraft treten, wird sie vom Innenministerium widerrufen. Da stellt sich der gemeine Bürger einerseits die Frage, was für Clowns da Regeln erlassen können und freut sich andererseits darüber, dass man nicht völlig unnützerweise Tests kaufen und mitführen muss.

Dass der Auto Club Europa noch ausdrücklich darauf hinweist, dass möglicherweise nicht alle Polizisten von der Änderung Wind bekommen haben, zeugt auch nicht von viel Vertrauen in die französische Bürokratie. 🙂

Quelle: ACE

Seltsame Schilder

Habe gerade etwas in meinen Fotos gewühlt und bin dabei auf ein Schild gestossen, dass im Gemeindegebiet St. Moritz (Graubünden, Schweiz) aufgenommen wurde. Dass man hier allergisch ist auf Reisemobile, haben wir ja anhand der Geschichte von Familie Kummdopf und Leiserust bereits erörtert. Dass dies mitunter seltsame Schilder hervorruft, beweist dieses Bild.

Das Parkieren von Fahrzeugen jeglicher Art ist auf auf diesem Platz für 24 Stunden erlaubt. Also ausdrücklich auch über Nacht dürfen hier Autos stehen. Naheliegenderweise vermutet man als Reisemobilist, dass somit auch das Übernachten für eine Nacht toleriert wird, sofern man eben keinen Campingbetrieb aufzieht, sprich Stühle, Tisch und Markise eingepackt bleiben. Falsch gedacht.

Auf Nachfrage bestätigt die Gemeindepolizei St. Moritz, dass man hier Camping mit dem Übernachten in einem Fahrzeug gleich setzt. Sobald also jemand im Auto schläft, gilt das nicht mehr als Parking, sondern Camping. So haarsträubend das für manchen erfahrenen Reisemobilisten scheint, es ist tatsächlich so und gilt übrigens auch für LKW-Fahrer, die ihre Ruhezeiten einhalten müssten, wie ich auf Nachfrage erfahren habe.

Wie gesagt, solche doofen Verbote haben wir denjenigen unter uns zu verdanken, die sich wie Familie Kummdopf verhalten.

Frankreich: Alkoholtester obligatorisch

Voll gaga, aber dennoch Gesetz: Ab 1. Juli 2012 müssen in jedem Fahrzeug zwei Alkoholtester mitgeführt werden. Das gilt für PWs gleichermassen wie für Wohnmobile oder Motorräder. Grund für die Regelung: Angeblich steht eine grosse Zahl von tödlichen Verkehrsunfällen in Frankreich mit alkoholisierten Lenkern im Zusammenhang (31%). In der Schweiz sind es übrigens nur gut halb so viele (16%), in Deutschland sogar nur 9,4%.

Nun ändert das Mitführen eines solchen Einweg-Testers ja grundsätzlich erst mal gar nichts an der Tatsache, dass offenbar viele Menschen sich trotz Alkohol noch ans Steuer setzen. Wer diesbezüglich unverantwortlich handelt, wird das auch tun, wenn ein Tester im Auto ist. Nur wird’s in Zukunft teurer (auch der französische Staat braucht offenbar mehr Einnahmen): Bescheidene 11 Euro kostet es, wenn man ohne Tester erwischt wird, sofern man dabei nüchtern ist. Hat man keinen Tester, jedoch Alkohol (über 0.5 Promille), riskiert man Bussen bis 4’500 Euro und sogar Gefängnisstrafen bis zu zwei Jahren.

Die elf Euro dürften in naher Zukunft zu Zehntausenden kassiert werden (was auch eine schöne Summe gibt). Denn diese neue Regelung ist noch alles andere als weit verbreitet. Also, Frankreich-Reisende, unbedingt dran denken. Die Einweg-Tester gibt’s für umgerechnet wenige Franken in Drogerien und Supermärkten.

>> Auswahl Alkoholtester bei Amazon

Umweltzonen in deutschen Städten

umweltzone

In deutschen Städten, in denen desöftern die Feinstaub-Grenzwerte überschritten werden, kann seit 2007 mit sogenannten Umweltzonen nachgeholfen werden. Dabei geht es um die Verbannung emmissionsstarker Fahrzeuge aus definierten Stadtbereichen. Diese Zonen werden mit dem nebenstehenden Signal markiert. Wer keine der zugelassenen Plaketten hat, bleibt besser draussen. Wird man ansonsten erwischt, gibt’s einen Flensburg-Punkt und 40 Euro Busse. Wichtig ist: Die Regelung gilt auch für Ausländer.

Continue reading Umweltzonen in deutschen Städten