Doch keine Alkoholtester in Frankreich

Die sind ja mal wieder ganz besonders schlau in Frankreich. Erst sorgen sie für Aufregung wegen der sinnlosen Vorschrift, ab 2013 einen Alkoholtester mitführen zu müssen. Und kaum sollte die Vorschrift endgültig in Kraft treten, wird sie vom Innenministerium widerrufen. Da stellt sich der gemeine Bürger einerseits die Frage, was für Clowns da Regeln erlassen können und freut sich andererseits darüber, dass man nicht völlig unnützerweise Tests kaufen und mitführen muss.

Dass der Auto Club Europa noch ausdrücklich darauf hinweist, dass möglicherweise nicht alle Polizisten von der Änderung Wind bekommen haben, zeugt auch nicht von viel Vertrauen in die französische Bürokratie. 🙂

Quelle: ACE

Frankreich: Alkoholtester obligatorisch

Voll gaga, aber dennoch Gesetz: Ab 1. Juli 2012 müssen in jedem Fahrzeug zwei Alkoholtester mitgeführt werden. Das gilt für PWs gleichermassen wie für Wohnmobile oder Motorräder. Grund für die Regelung: Angeblich steht eine grosse Zahl von tödlichen Verkehrsunfällen in Frankreich mit alkoholisierten Lenkern im Zusammenhang (31%). In der Schweiz sind es übrigens nur gut halb so viele (16%), in Deutschland sogar nur 9,4%.

Nun ändert das Mitführen eines solchen Einweg-Testers ja grundsätzlich erst mal gar nichts an der Tatsache, dass offenbar viele Menschen sich trotz Alkohol noch ans Steuer setzen. Wer diesbezüglich unverantwortlich handelt, wird das auch tun, wenn ein Tester im Auto ist. Nur wird’s in Zukunft teurer (auch der französische Staat braucht offenbar mehr Einnahmen): Bescheidene 11 Euro kostet es, wenn man ohne Tester erwischt wird, sofern man dabei nüchtern ist. Hat man keinen Tester, jedoch Alkohol (über 0.5 Promille), riskiert man Bussen bis 4’500 Euro und sogar Gefängnisstrafen bis zu zwei Jahren.

Die elf Euro dürften in naher Zukunft zu Zehntausenden kassiert werden (was auch eine schöne Summe gibt). Denn diese neue Regelung ist noch alles andere als weit verbreitet. Also, Frankreich-Reisende, unbedingt dran denken. Die Einweg-Tester gibt’s für umgerechnet wenige Franken in Drogerien und Supermärkten.

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Preiserhöhung für Pickerl

In Österreich werden die Preise für die Vignette, umgangssprachlich ‘Pickerl’ genannt, moderat erhöht. Die Jahresvignette verteuert sich um 2.70 Euro auf neu 76.20 Euro. Das zehn Tage gültige Ticket kostet 20 Cents mehr (bisher 7.70 Euro). Die Erhöhungen halten sich also in Grenzen und dürften das Urlaubsbudget nicht wesentlich stärker beanspruchen als bisher.

Auch wenn die Jahresvignette einen stolzen Preis hat, viel teurer kommt es, wenn man die Vignette “vergisst”. Dann sind im besten Fall 120 Euro fällig, im dümmsten Fall kann es Bussen bis zu maximal 3’000 Euro geben. Und es empfiehlt sich, von Anfang an dran zu denken. Die österreichischen Ordnungshüter sind bekannt dafür, dass sie auch kurz nach der Grenze kontrollieren. Da, wo man als Urlauber eben vielleicht noch nicht dran gedacht hat, sich ein Pickerl zu kaufen.

Maut: Am besten, man zahlt sie.

mautsignal

Schon zu biblischen Zeiten gab es Gebühren für die Wegbenutzung oder den Eintritt in Stadtgebiete. Bis vor einigen Jahren waren die schier unendlich breiten Mautstellen für mich der Inbegriff von Italien-Urlaub. Doch schon etliche Jahre ist die Maut in der einen oder anderen Form auch in anderen Ländern üblich.

Sie wird entweder in Form einer Vignette erhoben oder an sogenannten Mautstellen direkt auf der Autobahn kassiert. Das System mit Vignette basiert auf einer Pauschalen während mit Hilfe von Mautstellen nur für effektiv benutzte Strecken bezahlt wird.

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