Rapallo (I): Camping Miraflores

rapallo1_800x600Rapallo liegt etwa dreissig Kilometer südöstlich von Genua und damit auf unserer Strecke Richtung Toscana. Das Dorf liegt am Golf von Rapallo, von dem ich bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal höre, und gleich an der Autostrada, was für den weiteren Reiseverlauf praktisch ist. Allerdings liegt der Campingplatz Miraflores, den wir uns für diese Nacht aussuchten, wirklich sehr nahe an der Autobahn. Konkret verlässt man die Autobahn, durchfährt die Mautstelle, fährt links um die Ecke und ist am Ziel. Aber erstaunlicherweise kommen wir auf dem Platz kaum etwas vom Strassenlärm mit. Vielleicht lag’s am regenbedingten Dauerprasseln auf dem Dachfenster, vielleicht auch an den Schallschutzwänden.

Der Campingplatz hat offensichtlich schon bessere Zeiten erlebt. Einiges macht einen altertümlichen, leicht verlotterten Eindruck. Ob’s am langjährigen Einfluss durch die Witterung liegt oder an fehlender Pflege, kann und will ich nicht beurteilen. Mit etwas Liebe und Wille liesse sich aber sicherlich noch die eine oder andere Unschönheit beheben. Vielleicht wird das aber auch noch gemacht bis im Frühsommer die Saison richtig beginnt.

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Camping Muglin, Müstair GR (Schweiz)

Da die Bündner Gemeinden bekanntermassen mit z.T. seltsamen Schildern darauf hinweisen, dass Reisemobile nicht willkommen sind, bleibt nur das Ausweichen auf offizielle Campingplätze oder die Weiterreise. Wir haben uns in diesem Fall für einen Campingplatz entschieden, weil der ganz neu (Mai 2012) erst aufging. Das machte uns natürlich neugierig. Ausserdem kann man bei einem so neuen Platz davon ausgehen, dass das Wichtigste auf einem Platz noch gut in Schuss ist: Das Sanitärgebäude. Die Hoffnungen waren hoch.
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Echter Nostalgie-Camper

Schon lange bevor es das, was wir heute als Wohnmobil bezeichnen, gab, hatten Wanderzirkusse das Bedürfnis nach mobilen Übernachtungsmöglichkeiten. Der ‘Beer Moth’ ist möglicherweise ein Überbleibsel aus jener Zeit. Die Basis bildet ein gewöhnlicher zeitgenössischer Truck, auf der Ladefläche hat man jedoch unter der Plane eine bescheidene Einzimmer-Wohnung eingerichtet.

Wer will, kann für 60 Pfund pro Nacht in genau diesem Gefährt übernachten, Frühstück inklusive. Es steht im schottischen Cairngorms, an idyllischer Lage. Leider (oder glücklicherweise?) ist das Fahrzeug aber nicht mehr mobil. Die Landschaft muss man deshalb zu Fuss erkunden.

Das Fahrzeug war früher ein Feuerwehrwagen, wurde nach der Ausmusterung von Walther Micklethwait gekauft und zum Nostalgie-Camper umgebaut.

Mehr Infos zum ‘Beer Moth’ (englisch)

Stellplatz Locarno (TI)

Nach dem finanziell belastenden Erlebnis in Tenero hatten wir überhaupt keine Lust, nochmals auf einem völlig überteuerten Campingplatz in der Umgebung von Locarno zu übernachten. Also haben wir uns einen völlig überteuerten Stellplatz in Locarno ausgesucht. 🙂

Schon die Bezeichnung “Stellplatz” ist völlig irreführend. In Tat und Wahrheit handelt es sich um einen vorwiegend mit Kiesbelag ausgestatteten simplen Parkplatz sowie einige Plätze im Gras der Strasse entlang. Die einzige vorhandene Infrastruktur besteht aus einem ebenso simplen Parkticket-Automaten. Simpel, weil er zwar verhältnismässig grosse Beträge (20 Franken pro Nacht) fordert, jedoch nur Münzen akzeptiert. Bravo! Münzwechsler gäbe es zwar auch als Automaten, auf den Aufbau eines solchen hat die Stadt aber verzichtet.

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Camping Idyll, Altenrhein (CH)

Der Name verspricht nicht zu viel: Die Idylle fängt schon bei der Lage dieses Campingplatzes am schweizerischen Bodenseeufer an. Klein und überschaubar liegt er fast etwas versteckt am Rhein, der wenige hundert Meter weiter in den Bodensee mündet und der an dieser Stelle die Grenze zu Österreich darstellt. In 15 Minuten ist man zu Fuss am Marina Rheinhof, von wo aus man das Kursschiff nehmen oder den zahlreichen kleinen und mittelgrossen Schiffen beim Ein- und Auslaufen zu schauen kann.

Das Bild auf dem Campingplatz Idyll ist geprägt von Dauercampern, deren Wohnwagen man häufig nur noch auf den zweiten Blick ausmachen kann und die ihre Parzellen liebevoll pflegen. Überhaupt macht der Platz einen überdurchschnittlich sauberen und gepflegten Eindruck. Die ungefähr zwei Dutzend Touristenparzellen sind nicht riesig, aber dennoch grosszügig genug, das nicht im Entferntesten ein Engegefühl auftaucht. (Video weiter unten)

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Stellplatzverzeichnis Schweiz

Was Stellplätze für Wohnmobile anbelangt, ist die Schweiz leider nach wie vor Entwicklungsland. Einige Plätze sind die vergangenen Jahre zwar dazu gekommen, aber von einer nur annähernd flächendeckenden Infrastruktur sind wir noch immer weit entfernt. Das Ehepaar Angela und Peter Schüttel haben es sich zur Aufgabe gemacht, die raren Plätze in der Schweiz zu finden und in einem kleinen Stellplatzverzeichnis aufzuführen. Dabei scheuen sie sich laut eigenen Aussagen auch nicht, in Hunderten von Briefen an Private und Gemeinden nach neuen Plätzen zu suchen bzw. auf das Bedürfnis aufmerksam zu machen.

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Camping Miralago, Tenero (TI)

Der Herr an der Rezeption von Camping Miralago war sich nicht sicher, ob er noch eine Parzelle frei hätte. Er gab uns den Plan mit den Worten: “Gehen Sie schauen, ob Parzelle 91 noch frei ist. Wenn ja, ist gut. Wenn nein, sind wir voll.” Wir trauten erst unseren Ohren nicht. Aber der meinte das wirklich so.

Es stellte sich heraus, dass die besagte Parzelle frei war. Nicht besonders gross, aber wir planten sowieso, nur eine Nacht zu bleiben. Bezahlt wird im Voraus: 113 Franken (2 Erw., 2 Kinder inkl. Strom). Jawohl. Ich wusste noch nicht einmal, dass ein Campingplatz so viel kosten kann. Aber wir waren müde und blieben aus lauter Bequemlichkeit.

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Camping Pradafenz, Churwalden (GR)

Aus touristischer Sicht kennt man vor allem den grösseren Ort im gleichen Tal: Lenzerheide. Doch auch Churwalden bietet im Sommer und noch mehr im Winter genügend Möglichkeiten, ein paar Tage ohne Langeweile zu verbringen. Der Campingplatz Pradafenz in Churwalden bietet dabei eine fast schon perfekte Ausgangslage, braucht man doch kaum mehr als ein paar Schritte zu gehen und schon sitzt man auf der Sessebahn auf die Alp Stätz. Von da gelangt man über die Zwischenstation “Valbella” auch ins Skigebiet “Lenzerheide”.

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Aareschlucht

Zwischen Meiringen und Innertkirchen befindet sich eine weitere Schlucht des Berner Oberlandes: Die Aareschlucht. Sie ist 1,4 Kilometer lang und an einigen Stellen bis zu 200 Meter tief. Die Aareschlucht ist zwar nicht ganz so spektakulär wie die Rosenlaui Gletscherschlucht, aber trotzdem durchaus einen Besuch wert. Was sie an Dramatik hinterher hinkt, macht sie mit ihrer grösseren Länge wieder wett.

Die Schlucht hat – im Gegensatz zur Gletscherschlucht – zwei Eingänge und kann somit von beiden Seiten (Ost oder West) her begangen werden. Genau das ist in meinen Augen ein Kritikpunkt. Denn so muss man bei schönem Wetter (=viel Besucher) immer wieder aneinander vorbeidrängeln. Das ist auf den engen Wegen zum Teil ganz schön nervend. Und stört auch beim Geniessen und Fotografieren.

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Rosenlaui Gletscherschlucht

Unzählige Jahre lang hat das Wasser sich einen Weg gesucht – und gefunden. Immer tiefer hat es sich in die Kalksteinfelsen gegraben und dabei eine eindrückliche Spur hinterlassen. Inmitten hoher Felsen führt ein enger Pfad über das Wasser. Durch Gischt und Tropfen, über schmale Stege und tiefe Tunnels führt der abenteuerliche Weg ungefähr eine halbe Stunde durch die Gletscherschlucht Rosenlaui.

Oben angekommen bietet sich die Möglichkeit für ein Picknick. Je nach Kondition macht man sich dann auf den Abstieg auf einem angenehmen Waldweg (ca. 20 Minuten) oder bricht auf zu einer weitergehenden Wanderung. Nach dem Abstieg gelangt man wieder zum Ausgangspunkt bzw. Schluchteingang. Da gibt’s einfache Snacks und Kaffee (aus dem Krug).

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