Hobibus: Schweizer Handwerkskunst

Letztes Jahr habe ich am Caravan Salon in Bern ein Produkt gesehen, das mich fasziniert hat. Die Rede ist vom Hobibus, einem Konzept, bei dem das Basisfahrzeug als Camper und Transporter genutzt werden kann. Das Geheimnis liegt im speziellen Innenausbau, der ohne jegliches Werkzeug innert Stundenfrist von zwei Personen erledigt werden kann.

Die vollwertige Ausstattung findet auf vier Europaletten Platz und wird statt verschraubt lediglich ineinander gehängt. Handwerkskunst eben. Eindrücklich, wie man dabei gegenüber vergleichbaren Camperbussen kompromisslos geblieben ist: Vom Gasanschluss über Kühlschrank, Herd, Boiler, Heizung bis zur Nasszelle mit Toilette ist alles dabei.

Der Transporter (Peugeot, Citroen oder Fiat) kann das Jahr über sozusagen ohne Einschränkungen als Arbeitsfahrzeug benutzt werden. Vor dem Urlaub baut man um und fährt damit bequem zu zweit weg. Natürlich bleibt dabei der geringe Charme eines Lieferwagens, auch wenn Dach- und Seitenfenster verbaut werden können (Aufpreis). Doch ich vermute, dass das schnell vergessen ist, wenn man auf dem Doppelbett im Heck liegt und die Sicht nach draussen geniesst oder im Cockpit am Tischchen sitzt und ein Glas Rotwein geniesst.

Den Hobibus gibt’s in drei Grundrissen zu Preisen zwischen CHF 63’000 und CHF 83’000. Bevor man jetzt aber kopfschüttelnd darauf hinweist, dass es sowas anderswo viel günstiger gibt, sollte man nochmals genau hinschauen. Mit dem Hobibus hat die Wohnschreinerei von Ehepaar Hobi bewusst versucht, die Flexibilität nicht zu Lasten des Komforts zu erreichen. Und ich meine, dass das ziemlich gut gelungen ist.

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