Es werde intelligentes Licht

[Trigami-Review]

Eine Taschenlampe findet sich vermutlich in jedem Wohnwagen, Reisemobil oder Zelt. Doch die Unterschiede zwischen den verwendeten Lampen dürften riesig sein. Heute stellen wir euch ein Prachtsexemplar vor, das wohl nur noch von ganz wenigen elektrischen Handlaternen getoppt werden kann: Das Modell M7R von LED-LENSER hat eine unglaubliche Lichtleistung. Ganz im Sinne einer geringeren Umweltbelastung wird bei diesem leistungsstarken Modell ein Akku anstelle von einmalig verwendbaren Batterien verwendet.

Damit ist auch bereits einer der ganz grossen Vorteile der M7R (das R steht für Rechargeable, wiederaufladbar) genannt. Erfreulicherweise muss der Akku zum Aufladen nicht entnommen werden. Stattdessen setzt man beim LED-LENSER auf einen verschleissfreien Magnetkontakt (siehe Abbildung). Da kann nichts kaputtgehen und das Fummeln beim Ein- und Ausstecken entfällt komplett. Und der Ladezustand wird praktischerweise auch stets angezeigt. Wirklich genial: Zum Aufladen wird ein USB-Kabel verwendet. Damit lässt sich die handliche LED-Leuchte auch mit Hilfe eines Computers oder über den als Zubehör erhältlichen 12-Volt-Stecker unterwegs aufladen. Bravo!

Die Handhabung des M7R ist äusserst einfach und doch viel komplexer als jede Taschenlampe, die mir bisher über den Weg gekommen ist. Auf jeden Fall die erste mit eigenem Online-Forum. Mit einem einzigen Knopf am hinteren Ende der Lampe verfügt man über acht (!) unterschiedliche Lichtfunktionen, wobei mir der Sinn von einigen nicht abschliessend klar ist. Mit Antippen statt Drücken des Einschaltknopfes springt man von Funktion zu Funktion. So jedenfalls ist es im Profi-Modus, in dem man alle Funktionen zur Verfügung hat. Wahlweise lässt sich der LED-LENSER aber auch so einstellen, dass lediglich zwei unterschiedlich starke Leuchtfunktionen zur Verfügung stehen. Das nennt sich dann Easy-Modus. Oder man entscheidet sich für den sogenannten Tactical Defense-Modus, der mit einem Antippen von starkem Licht zu Strobo wechselt und damit allfällige Angreifer abschrecken kann. Letzterer Modus ist insbesondere für Sicherheitspersonal oder nächtliche Wanderer sowie Frauen praktisch. Sehr schön erklärt sind die verschiedenen Funktionen und Modi auf der entsprechenden Seite des Herstellers.

Die sogenannte Smart Light Technology liefert die Power, die der Benutzer braucht. Während das Licht einer Taschenlampe normalerweise mit nachlassender Batteriespannung immer schwächer wird, lässt sich der M7R auch so “programmieren”, dass nahezu konstant die gleiche Helligkeit zur Verfügung steht. Natürlich verschwindet dadurch das Licht irgendwann ziemlich plötzlich, aber dafür steht für die ganze Dauer fast gleich starkes Licht auf Abruf bereit. Freundlicherweise weist die Lampe rechtzeitig durch ein Warnblinken auf das Nachlassen der Spannung hin.

Wie gesagt, die (für eine Taschenlampe durchaus umfangreiche) Bedienungsanleitung wird dem M7R nicht umsonst beigelegt. So einiges lässt sich ein- bzw. umstellen. Alles keine Hexerei, aber vielleicht ein kleines Bisschen zu kompliziert erklärt und mit so einigen englischen Begriffen wie “Speed Focus” geschmückt. Das ist nicht jedermanns Sache. Aber wer sich zehn Minuten mit der Anleitung in der langen und kurzen Version – es gibt eine Minianleitung in Kreditkartengrösse – der wird am M7R seine “helle” Freude haben. Und wer

Einziger Minuspunkt des LED-LENSER M7R: Das schlichte Metallgehäuse ist zwar äusserst robust, aber leider auch rund. Damit rollt es auf nicht ebenen Flächen ständig weg. Will man die Lampe irgendwo hinlegen und die Umgebung ausleuchten, z.B. um beide Hände frei zu haben, kann das nerven. Es lässt sich natürlich mit einfachsten Mitteln beheben. Ein kantiger Ring an der Lampe hätte aber genügt, um das Problem gleich von Haus aus zu lösen. Ein zweiter möglicher Nachteil könnte für einige der doch üppige Preis von knapp 150 Euro sein.

Übrigens: Ein LED-LENSER lässt sich durchaus auch für künstlerische Ideen verwenden. Und LED-Lenser findet man auch auf Facebook und Twitter.

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