Winter-Check

Unser Wohnmobil sei, dank dem Doppelboden, wintertauglich. Angeblich bis minus 20° Celsius. Das will ich nie ausprobieren. Die generelle Wintertauglichkeit jedoch schon. Dass dies mitten im Sommer geschieht, hätte ich mir dann aber doch nicht gedacht.

Wir wussten, dass Verwandte das Wochenende in Juf verbringen würden. Juf ist bekannt dafür, dass es das höchstgelegene, ganzjährig bewohnte Dorf in der Schweiz (und vermutlich in Europa) ist. Wir wussten auch, in welchem Hotel sie sein würden. Wobei das nicht so schwierig herauszufinden gewesen wäre, gibt es im ganzen Averser-Tal wohl nur eine knappe Handvoll Hotels.

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Schweizer Postauto (Videos)

Eigentlich ist die im deutschen Sprachgebrauch übliche Bezeichnung ‘Postbus’ viel korrekter. Trotzdem sagen wir Schweizer den gelben Linienbussen der Post eben Postauto, nicht Postbus.

Doch das spielt eigentlich keine Rolle. Viel mehr geht’s um das fahrerische Können der Postauto-Fahrer. Ich wage zu behaupten, dass sie zu den besten Fahrer überhaupt gehören. Zwar kennen sie ihre Routen in der Regel wie die eigene Westentasche. Dennoch ist es stellenweise auf den Schweizer Bergstrassen so eng, dass es auf wenige Zentimeter ankommt und eine Kurve nur auf genau eine Art angefahren werden kann.

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Aareschlucht

Zwischen Meiringen und Innertkirchen befindet sich eine weitere Schlucht des Berner Oberlandes: Die Aareschlucht. Sie ist 1,4 Kilometer lang und an einigen Stellen bis zu 200 Meter tief. Die Aareschlucht ist zwar nicht ganz so spektakulär wie die Rosenlaui Gletscherschlucht, aber trotzdem durchaus einen Besuch wert. Was sie an Dramatik hinterher hinkt, macht sie mit ihrer grösseren Länge wieder wett.

Die Schlucht hat – im Gegensatz zur Gletscherschlucht – zwei Eingänge und kann somit von beiden Seiten (Ost oder West) her begangen werden. Genau das ist in meinen Augen ein Kritikpunkt. Denn so muss man bei schönem Wetter (=viel Besucher) immer wieder aneinander vorbeidrängeln. Das ist auf den engen Wegen zum Teil ganz schön nervend. Und stört auch beim Geniessen und Fotografieren.

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Kreuzen auf Bergstrassen

Ja ja, ist eine Weile her seit der Theorieprüfung. Aber dass auf Pässen und so grundsätzlich der Linienbus Vortritt oder zumindest das Sagen hat, blieb hängen. So war’s dann auch klar, dass ich zurück setzen musste, als auf dem Rückweg von der Rosenlaui der Postbus entgegenkam. Natürlich ausgerechnet auf einem Teilstück, das nur gerade so breit war, dass links und rechts noch ein knapper halber Meter Platz blieb. Ich frage mich heute noch, wie da überhaupt ein Postauto von dieser Dimension hochfahren kann.

Wie auch immer, ich bin nicht der Ungeschickteste, wenn’s um Rückwärtsfahren geht. Und dass hinter mir noch ein PW war, sah’ ich natürlich im Rückspiegel. Trotzdem hat der wild gehupt nachdem ich ein paar wenige Meter rückwärts gefahren bin. Scheinbar fuhr ich ihm zu schnell auf ihn zu. Ich sah’, dass ein Senior am Steuer sass. Also hielt ich erst mal rücksichtsvoll an, liess den Rückwärtsgang aber unmissverständlich eingelegt. Doch der gute Herr machte keine Anstalten mehr, weiter rückwärts zu fahren.

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Rosenlaui Gletscherschlucht

Unzählige Jahre lang hat das Wasser sich einen Weg gesucht – und gefunden. Immer tiefer hat es sich in die Kalksteinfelsen gegraben und dabei eine eindrückliche Spur hinterlassen. Inmitten hoher Felsen führt ein enger Pfad über das Wasser. Durch Gischt und Tropfen, über schmale Stege und tiefe Tunnels führt der abenteuerliche Weg ungefähr eine halbe Stunde durch die Gletscherschlucht Rosenlaui.

Oben angekommen bietet sich die Möglichkeit für ein Picknick. Je nach Kondition macht man sich dann auf den Abstieg auf einem angenehmen Waldweg (ca. 20 Minuten) oder bricht auf zu einer weitergehenden Wanderung. Nach dem Abstieg gelangt man wieder zum Ausgangspunkt bzw. Schluchteingang. Da gibt’s einfache Snacks und Kaffee (aus dem Krug).

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Urlaub im eigenen Land

Wir sind gerade von zehn Tagen Wohnmobil-Ferien nach Hause gekommen. Entgegen dem Plan und den üblichen Feriendestinationen haben wir uns nur in der Schweiz bewegt. Nur? Wohl definitiv falsch. Als Schweizer denkt man ja gerne, die Schweiz kenn’ ich, ich will das Ausland sehen. Und das geht den Italienern, Japanern und Holländern wohl ähnlich. Ich ich glaube, gerade die Schweiz hat derart viel zu bieten, dass wir locker die nächsten Jahre unseren Urlaub im Inland verbringen können und danach noch immer nicht alle schönen Orte gesehen haben.

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Gerät ausser Betrieb

Die Bergbahnen ziehen die Touristen scharenweise an. Und weil die alle nicht zu Fuss kommen, braucht’s Parkplätze. Richtig grosse Parkplätze. Dass man damit nochmals kräftig abkassieren kann, haben die Bahnbetreiber schon vor vielen Jahren entdeckt.

Irgendwie hat mir noch nie gefallen, dass ich auf dem Parkplatz dafür bezahlen muss, um den Bahnbetreibern nachher für noch mehr Geld Tickets kaufen zu können. Drum ist’s eine kleine Genugtuung, dass der Parkautomat ausser Betrieb ist.

Und mit der Foto ist auch der Beweis hierfür festgehalten. Nur für den Fall der Fälle.

Muss ich eigdntlich zwei Parkplätze zahlen wenn mein Fahrzeug doppelt so gross ist wie ein PW?