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Monaco + Fleetwood = Insolvenz

Ein Ruck geht durch die US-Camper-Szene: In der gleichen Woche haben zwei der renommiertesten amerikanischen Hersteller von Wohnmobilen der Luxusklasse Insolvenz angemeldet. Während hierzulande das Premium-Segment noch halbwegs sicher in der Krise steht, wackeln “drüben” also auch die teuren Marken. Sowohl Monaco Coaches, wie auch Fleetwood RV haben nun die Möglichkeit, unter dem Schutz vom sog. Chapter 11 ihre Finanzen zu bereinigen. Das heiss, dass in dieser Zeit weitgehend Ruhe vor dem Sturm der Gläubiger herrscht. Aber die Zeit ist beschränkt. Und die ohne tiefgreifende Veränderungen hat noch kaum eine Firma die Wende geschafft.

Bei Fleetwood sieht die Veränderung so aus, dass man sich per sofort vom Anhänger-Geschäft zurück zieht und sich auf die sogenannten Motor Homes, also klassische Wohnmobile (allerdings in US-Dimensionen konzentriert). Zudem wird geprüft, ob Teile des Konzerns verkauft werden.

Letzteren Weg wird Monaco zu gehen versuchen: Verkauf von Teilen oder der ganzen Firma an einen finanzstarken Käufer. So ähnlich, wie das vor einem Quartal die deutsche Knaus-Tabbert-Gruppe gemacht hat.

In den USA werden derweil die Stimmen derer lauter, die der Camping-Branche nicht nur keine rosige, sondern geradezu eine todbringende Zeit voraussagen. “RV business is dead” hört man nicht selten. Doch wer von Camping eine Ahnung hat, weiss, dass Camping kaum je stirbt. Die Absatzzahlen sinken, die Margen verschwinden und einige Firmen werden den Schirm schliessen. Aber einen Markt, wie gross auch immer, wird es für Camping-Produkte immer geben.

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