Schnäppchenjagd ist jetzt fehl am Platz

Wird in den Medien von Überproduktion, hohen Lagerbeständen und schleppenden Absatzzahlen berichtet, assoziiert das so mancher mit hohen Rabatten, tollen Eintauschprämien und kostenlosen Zugaben. Auch dieses Verhalten ist nachvollziehbar, aber deswegen noch nicht richtig. Denn wer so handelt, fordert von denjenigen, die ohnehin schon schlecht verdienen noch zusätzliche Geschenke. Es wird zwar eine grosse Anzahl Händler geben, denen der Lagerabbau wichtiger ist als ein angemessener Gewinn. Doch solches Denken ist zu kurzfristig, sowohl beim Kunden, wie auch beim Verkäufer.

Bei sinkenden Verkäufen ist der Händler erst recht darauf angewiesen, möglichst hohe Margen zu erzielen, um seine Fixkosten bezahlen zu können. Denn das abgebaute Lager hilft wenig, wenn der Händler seine Miete nicht mehr bezahlen kann. Und dem Kunden hilft das billig erstandene Wohnmobil nicht über den Frust hinweg, wegen dem Konkurs seines Händlers nun 50 Kilometer weit für Wartungsarbeiten zu fahren.

Aufschwung beginnt im Kopf. Zuerst in deinem. Damit wurde vor einigen Jahren für eine Verbesserung der Wirtschaftslage geworben. Eine Einzelperson macht aus einer Krise keine Hochkonjunktur. Aber wenn jeder darauf wartet, dass andere mit positivem Denken anfangen, wird daraus nie was.

Nicht jeder verdient heute weniger Geld als vor einem Jahr. Wer trotzdem die Situation der Händler ausnutzt und auf hohe Rabatte pocht, macht sich zu einem Bestandteil des Problems. Wer jedoch bereit ist, heute den gleichen Preis für ein Reisemobil zu zahlen, wir vor Jahresfrist, darf stolz sein: Er trägt aktiv zu einer Verbesserung der Situation bei. Die ganze Wirtschaft dankt’s ihm. Vom Händler mit seinen Angestellten bis Mitarbeiter in der Produktionsstrasse beim Hersteller.

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