Fiorino Top Viva

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Eines der wohl kleinsten jemals in Serie gebauten Alkoven-Wohnmobil heisst “Top Viva”. Als Basis diente ab 1994 der Fiat Fiorino. Der kleine Pick-Up wurde von der spanischen Firma Böos zum nahezu vollwertigen Wohnmobil ausgebaut. Allerdings eben nur nahezu, denn ein paar Einschränkungen musste man als Eigentümer eines “Top Viva” (oder später Tucan) schon noch in Kauf nehmen:

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Frischwasser wurde in Form eines 20-Liter-Kanisters mitgenommen. Ein Tank fürs Abwasser fehlte komplett. Genauso wie eine Toilette oder gar eine Dusche. Eine Bordbatterie fehlte, Strom für den kleinen (60 Liter) Kühlschrank und die Beleuchtung kamen aus der normalen Starterbatterie. Man tat also gut daran, die Energie von aussen zu beziehen. Und wer grösser als 1,80 Meter ist, der lässt es besser bleiben oder nimmt reichlich Kopfwehmittel mit. Denn den Kopf wird man sich desöftern anstossen. Und schlafen geht bei der Körpergrösse nur in gekrümmter Haltung.

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Doch es gibt natürlich zahlreiche Menschen, denen obige Punkte entweder egal sind oder nicht zutreffen. Und wenn dann noch der Wunsch nach einem wendigen stadttauglichen Fahrzeug, das wenig säuft und günstig ist in Anschaffung und Unterhalt, aber trotzdem alles Nötige mitbringt, dann besetzte der Top Viva eine Nische: Das günstigste Alkovenwohnmobil! Denn gegen Ende der Neunziger Jahre, als die Produktion langsam dem Ende zuging, lag der Kaufpreis unter 30’000 DM. Ja, Deutsche Mark, nicht Euro.

Übrigens noch einen Tipp für alle Top Viva-/Tucan-Besitzer: Der grösste Freundeskreis für Tucan und Top Viva trifft sich vom 21. bis 24. Mai 2009. Infos gibt es hier.

Quelle aller Bilder: Webseite von Hans-Georg Huhn (mit freundlicher Genehmigung)

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