Adria 2008: Teil 3

Wie so oft habe ich zu Hause übers Web recherchiert, wo’s an der Adria-Küste Freizeitparks oder sonstige ausflugswürdige Attraktionen, die vor allem bei den Kindern für Kurzweile sorgen. Und wie so oft blieb gar keine Zeit dafür. So gäbe es in Jesolo einen Wasserpark namens “Aqualandia” (Google Earth kmz-file). Vermutlich ist eine einzelne Woche aber einfach zu kurz um das Bedürfnis aufkommen zu lassen, man müsse sowas gesehen haben.

Was wir uns hingegen tatsächlich angetan haben ist die Shopping-Meile in Jesolo. Wobei Meile sowas von untertrieben ist… Laden an Laden, alle 100 Meter ein Restaurant und ab und zu ein Hotel. So sieht die berühmte Jesolo-Shopping-Meile aus. Und etwa sieben Kilometer lang ist sie. Wenn nicht mehr. Um alles zu sehen – wobei sich nach kurzer Zeit alles nur noch wiederholt – müsste man schon mehrere Nachmittag einplanen. Oder besser Abende, denn ab 20 Uhr ist die Hauptstrasse für den motorisierten Verkehr gesperrt.

Ganz am Ende des Städtchens Jesolo steht der schöne Leuchtturm. Auf dem Bild sieht man ihn am frühen Morgen. Da habe ich mich wenigstens einmal überwunden, frühmorgens aus den Federn zu hüpfen und dreissig Kilometer mit dem Bike zu fahren. Wobei das spektakulärer klingt als es ist. Denn in weiter Umgebung von Jesolo findet sich kein einziger Hügel, alles flach wie Holland. Sozusagen. Die anstrengendste Etappe waren dann auch die fünfzig Meter durch losen Sand gleich beim Leuchtturm.

Jesolo ist übrigens sowas wie eine touristische Hochburg der Adria-Küste, was wohl auch der Grund ist, dass immer mehr Campingplätze statt Parzellen für Gespanne und Wohnmobile irgendwelche Appartemente aufstellen und als Ferienhaus vermieten. Aber wenigstens hat man den Strand noch so belassen, wie er ist. Ganz anders an der von Hotels gesäumten Küste mitten in Jesolo. Da steht Liegestuhl an Liegestuhl, Sonnenschirm an Sonnenschirm. Die einzige Orientierungshilfe sind die je Hotel unterschiedlichen Farben. Grässlich, sowas.

Rückblickend bereuen wir, dass wir nur eine Woche gemietet haben. Viel zu kurz, um mehr als eine, zwei Orte zu sehen. Man würde vielleicht gerne noch einen dritten Platz sehen. Doch für eine Verschiebung, die nicht wirklich nötig ist, reut einen die Zeit. So sind wir halt am Donnerstag Mittag direkt nach Hause gefahren, ohne noch einen dritten Platz zu beanspruchen. Aber das letzte Mal wird’s nicht gewesen sein.

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