Mehrzeller: Ein Polygon-Kuchen

Es ist wohl bewusst so, dass der Mehrzeller nicht nur ein bisschen, sondern komplett anders aussieht als alle bisher produzierten Wohnwagen. Die Idee zu diesem Konzept kommt aus einer Diplomarbeit der Technischen Universität Graz und wird von namhaften Firmen, vorwiegend aus dem Campingbereich, unterstützt. Im Wesentlichen geht’s darum, dass der Kunde seinen Caravan online konfigurieren und als Unikat produzieren lassen kann. Die Kosten sollen dabei nur geringfügig höher sein als bei einem Serienprodukt. An sich ein interessanter Ansatz.

Allerdings stellt sich die Frage, warum das Gefährt dann so polygon daherkommen und an einen Wohnwagen nach einem Crash-Test erinnern muss. Und warum im Innern soviel Lifestyle herrscht, dass wohl keine Minute vergehen wird, ohne dass jemand Knöchel, Rücken, Knie oder Kopf an eine der unzähligen Ecken und Kanten schlägt. Wenigstens sieht man auf dem allgegenwärtigen Weiss der Designstudie rasch jeden Blutfleck und kann ihn wegwischen.

Ich bin der Meinung, dass der Ansatz richtig ist: Die Branche kann Auffrischung, unkonventionelle Ansätze und neue Designideen dringend brauchen. Aber der Mehrzeller wird – so er denn überhaupt wirklich in Produktion geht – sicher noch einiges an Design-Entschärfung brauchen, um auf vernünftige Produktionszahlen zu kommen.

Quelle: Squob

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