Zelt ist nicht gleich Zelt

Es ist noch gar nicht so lange her, da verband man die Urlaubsform Camping allem voran mit Zelten. Und viele haben wohl wie ich in der Kinder- oder Jugendzeit an dem einen oder anderen Zeltlager teilgenommen. Daran habe ich fast nur gute Erinnerungen. Man hatte sein eigenes „Häuschen“, hörte die fröhlichen Vögel pfeifen und die unheimlich anmutenden nächtlichen Geräusche der Natur. Am Morgen öffnete man den Reissverschluss, steckte den verschlafenen Kopf aus der textilen Seitentüre und stellte verwundert fest, wie frisch da draussen die Luft war. Meistens war noch alles nass vom Tau und die Kinder liefen deswegen morgens allesamt in Gummistiefeln umher. Das waren noch Zeiten, nicht?

Für viele ist Zelten auch im Erwachsenenalter nicht wegzudenken. Egal, ob man ausgedehnte Wandertouren durch die Alpen, einen Pilgerweg begeht oder zu Fuss durch Steppe und Wüste reist: Wer den Geldbeutel dabei schonen möchte, verzichtet auf Hotel oder Herberge und nächtigt stattdessen im mitgetragenen Zelt. Wobei ich mir vorstellen kann, dass dieses komfortabler ausgestattet ist als so manches Hotel in abenteuerlichen Regionen (so es denn überhaupt Hotels gibt).

Doch verschiedene Regionen verlangen auch nach verschiedenen Ausstattungsmerkmalen. So hilft ein Moskitonetz wenig, wenn das Zelt im alpinen Gebiet eingesetzt wird und das komfortabelste Zelt wird in der Wüste nutzlos, wenn es nicht sanddicht verschlossen werden kann. Man sollte sich also vor dem Kauf schon Gedanken machen, wo und wofür das Zelt eingesetzt werden soll.

Dabei sollte man sich auch Gedanken machen über die benötigte Grösse. Wie viele Personen müssen darin übernachten können? Und braucht man das Zelt nur zum Schlafen oder kann es auch mal vorkommen, dass man wegen schlechtem Wetter einen Tag darin verbringen muss? Je grösser desto besser, wäre man da versucht zu sagen. Stimmt aber auch nur sehr bedingt, denn wenn man das Zelt auf dem Rücken tragen oder z.B. täglich neu auf- und abbauen muss, ist Grösse und entsprechendes Gewicht plötzlich nicht mehr so sinnvoll. Und wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, hat gleich nochmals andere Anforderungen an die Verpackung eines Zeltes.

Auf immer mehr spezifische Anforderungen kann heute eingegangen werden, weil eben jedes Zelt anders, jeder Schlafsack seine Eigenheiten und jede Outdoor-Kleidung ihre individuellen Stärken hat. Wer Expeditionen, Bergtouren oder lange Fahrrad-Reisen plant, kommt kaum mehr darum herum, sich ausführlich beraten zu lassen. Am besten von einem Verkäufer, der selber ähnliche Reisen unternimmt und deshalb weiss, wovon er spricht. Verschiedene Outdoor-Spezialisten wie die schweizerische Transa schicken ihre Mitarbeiter deshalb bewusst von Zeit zu Zeit in die „Wildnis“ mit dem Auftrag, die Produkte anzuwenden, die sie verkaufen.

Geschirr ohne Chemie

ETKW Eco familyÖko muss nicht hässlich sein. Das Geschirr von eurotrail kommt in frisch-sommerlichen Farben daher und fällt optisch höchstens positiv auf. Trotzdem ist es angeblich zu 100% aus pflanzlichen Materialen und damit komplett biologisch abbaubar.

Erstaunlicherweise ist das Eco-Geschirr nicht nur sehr widerstandsfähig, sondern hält sogar Spülmaschine und Mikrowelle problemlos aus.

Im Angebot sind alle wichtigen Geschirrarten vom Suppenteller über Tasse und Becher bis Salatschalen und Tabletten. Das einzelne Teil ist für vier bis sechs Euro erhältlich. In der Schweiz allerdings nur bei drei Händlern.

Airstream als Vogelhäuschen

airstreamvogelhaus

Auch Vögel sollen ein schönes Zuhause haben. So die Meinung zahlreicher Menschen, die den gefederten Tierchen mit viel Mühe (oder auch nicht) extra gefertigte Häuschen für den kalten Winter zur Verfügung stellen. Vögel, die sich nicht von Wintercamping abschrecken lassen, können sich neuerdings auch in einem Airstream einnisten. Vorausgesetzt, jemand ist bereit, für die Vögelchen die knapp 60 Euro zu investieren.

Grillen: Perfekte Glut in 10 Minuten

grillcubeGrillen ist nicht gleich Grillen. Die Ansichten gehen zum Teil weit auseinander und ob mit Gas oder Kohle gegrillt werden soll, ist schon fast eine Grundsatzfrage des männlichen Lebens. Grillen mit Kohle hat unbestritten mehr Stil. Aber das lästige Mitschleppen von Kohlesack und Anzündmittel…? Hier könnte der Grillcube die Lösung sein. Er ist praktische 17 auf 17 Zentimeter gross bei einer Höhe von 20 Zentimetern und beinhaltet alles nötige für 45 Minuten Grillplausch.

Angeblich reicht ein Zündholz, um den Kartonwürfel in Brand zu stecken. Nach ebenso angeblichen zehn Minuten soll der Karton verbrannt und die darin enthaltenen 800 Gramm Kohle zum Glühen gebracht worden sein. So richtig glauben mag ich das noch nicht, aber vielleicht hat jemand seine Erfahrungen gemacht. Ich bin dankbar um Rückmeldung.

Zu kaufen gibt es den Grillcube noch nicht so verbreitet, zum Beispiel aber für knapp unter fünf Euro bei Nulife.

Toaster für Bulli-Fans

Manchmal stolpert man über Fundstücke im Internet, auf die die Welt gewartet hat. Manchmal auch solche, auf die sie eben nicht gewartet hat.

Vielleicht könnte sich der eine oder andere VW-Fan dafür begeistern, einen Toaster sein eigen zu nennen, der die Brötchen nicht nur knusprig macht, sondern sie auch noch mit dem VW-Logo verseht.

Dafür mehrere hundert Dollar hinzublättern ist allerdings nochmals was ganz anderes…

Aber wenn es ein solches Produkt nicht nur als Einzelstück gibt, dann besteht ja eine reelle Chance, dass so was auch den Weg auf den deutschsprachigen Markt findet.

Sudoku-WC-Papier

Danke, Yachticon, für den Bärendienst. Der Herr des Hauses wird kritisiert, weil er manchmal zu lange Zeitung liest auf dem stillen Örtchen. Der Junior käme erst wieder vom Thron runter, wenn die iPod-Batterien alle sind, würden wir nicht früher rufen. Töchterchen liest gemütlich Comics, bis jemand anders ein Bedürfnis anmeldet. Und jetzt kommt ihr noch mit der glorreichen Idee, das Toilettenpapier mit Sudoku-Rätseln zu bedrucken? Bravo!

Ausserdem ist WC-Papier ohnehin häufig knapp. Wenn es jetzt auch noch zweckentfremdet für Rätselstunden benutzt wird, fehlt das Papier garantiert anderswo.

Spass beiseite: Die Rolle für knapp vier Euro das Stück ist wohl eher als Scherzartikel gedacht.

Quelle: Yachticon

Waeco Kühlbox mit Lautsprecher

Soundcooler nennt Waeco seine Kühlboxen mit Anschluss für den MP3-Player. Nie wäre ich vermutlich auf die Kombination ‚Kühlbox‘ und ‚Lautsprecher‘ gekommen. Aber wenn’s dafür einen Markt gibt, warum nicht. Mit einem Gewicht von mehr als 9 Kilogramm scheint mir die Box aber eher weniger für Camper geeignet zu sein. Auch wenn die Alukiste unverwüstlich und gut ausschaut.

Die Kühlbox, die auch eine Jukebox ist, bekommt man ab ca. 250 Euro.

>>mehr Infos

>> weitere Waeco Kühlboxen

Der richtige Toiletten-Zusatz

Aufgepasst: Wer das Thema auf dem Campingplatz unter Campern anspricht, kann leicht sowas wie einen Glaubenskrieg entfachen. Beim Thema Sanitärzusatz für WC-Tank gibt es nur eine richtige Lösung. Davon ist jedenfalls jeder überzeugt.

Ich gehe da etwas pragmatischer an die Sache. Klar, am schönsten wäre es, es bräuchte gar keine Chemie-Zusätze für den WC-Tank. Und dass das geht, beweist die SOG-Technik ja eigentlich seit 1994. Deren Preis ist ausserdem derart tief, dass es erstaunt, dass sowas nicht von allen ab Werk standardisiert eingebaut wird. Irgendwo scheint da noch ein Haken zu sein, entweder auf finanzieller oder halt auf technischer Seite. Irgendwann werde ich mir das mal genau anschauen. Bis heute hat mich das SOG-System aus einem einzigen Grund nicht wirklich gereizt: Ohne eine Vermischung mit wohlriechenden Chemiedüften dünkt mich das Entleeren des WC-Tanks noch weniger reizvoll als es schon heute ist.

Der richtige Toiletten-Zusatz weiterlesen

Das aufblasbare Zelt

Letztes Jahr in Klagenfurt haben zwei junge Frauen neben uns versucht, ein Zelt aufzustellen. Nach einiger Zeit habe ich das offensichtliche ausgesprochen: „Braucht ihr Hilfe?“. Gemeinsam haben wir dann versucht, das Gestänge und den Stoff darum richtig aufzustellen. Kein einfaches Unterfangen, muss ich gestehen.

Dass die beiden das Zelt noch nie aufgestellt haben und somit keine Ahnung hatten, half da ebenso wenig weiter wie die Tatsache, dass sie die Anleitung nicht dabei hatten. Nach einer halben Stunde stand das Ding dann immerhin so, dass Innen- und Aussenzelt sich nicht berührten und die Nägel sicher im Boden waren.

Viel einfacher wäre es sicherlich mit ‚The Cave‘ gegangen: Pumpe anschliessen, pumpen, fertig. Gut, ein bisschen Verankerung in den Ecken und so würde sicherlich nicht schaden. Ein Windstoss würde sonst reichen, um das leere Zelt wegzublasen. Und eine Tasche voll Flickzeug sollte man bitte auch gleich mitnehmen.

Nicht praxistauglich, sowas, oder was meint ihr?

Portable Hängematte

Eine Hängematte ist eine sehr praktische Erfindung und äusserst angenehm, um die Seele baumeln zu lassen oder gar ein Schläfchen zu geniessen. Ein einziger Nachteil hat sie: Sie muss aufgehängt werden und braucht deshalb zwei Bäume, Säulen oder dergleichen. Allein deshalb sieht man sie doch verhältnismässig selten auf Campingplätzen.

Dank der ‚portablen Hängematte‘ könnte sich dies ändern. Sie kommt inklusive einem stabilen Stahlgestell daher und kann deshalb an jedem beliebigen Ort aufgestellt werden. Nylon-Matte und Gestell wiegen zusammen knapp 10 Kilogramm und werden in einer passenden Tragtasche geliefert.

Wer noch genügend Zuladungskapazitäten in seinem Camper hat, kann sich diese portable Hängematte zum Beispiel bei Yomoy bestellen.