Rapallo (I): Camping Miraflores

rapallo1_800x600Rapallo liegt etwa dreissig Kilometer südöstlich von Genua und damit auf unserer Strecke Richtung Toscana. Das Dorf liegt am Golf von Rapallo, von dem ich bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal höre, und gleich an der Autostrada, was für den weiteren Reiseverlauf praktisch ist. Allerdings liegt der Campingplatz Miraflores, den wir uns für diese Nacht aussuchten, wirklich sehr nahe an der Autobahn. Konkret verlässt man die Autobahn, durchfährt die Mautstelle, fährt links um die Ecke und ist am Ziel. Aber erstaunlicherweise kommen wir auf dem Platz kaum etwas vom Strassenlärm mit. Vielleicht lag’s am regenbedingten Dauerprasseln auf dem Dachfenster, vielleicht auch an den Schallschutzwänden.

Der Campingplatz hat offensichtlich schon bessere Zeiten erlebt. Einiges macht einen altertümlichen, leicht verlotterten Eindruck. Ob’s am langjährigen Einfluss durch die Witterung liegt oder an fehlender Pflege, kann und will ich nicht beurteilen. Mit etwas Liebe und Wille liesse sich aber sicherlich noch die eine oder andere Unschönheit beheben. Vielleicht wird das aber auch noch gemacht bis im Frühsommer die Saison richtig beginnt.

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Review: Aborigines gestern und heute

Aborigines gestern und heuteSabine und Burkhard Koch kennt man vor allem als Betreiber der Webseite Pistenkuh und Eigentümer des gleichnamigen Expeditionsfahrzeuges. Ihre bisherigen Videos und Bücher richteten sich auch primär an Gleichgesinnte, also Weltenbummler und Offroad-Freunde. Mit dem Buch über die Geschichte und Gegenwart der australischen Urbewohner schlagen sie andere Wege ein. Und das gelingt ihnen ganz ordentlich.

„Aborigines gestern und heute“ richtet sich an Australien-Reisende und solche, die sich für das Land bzw. insbesondere seine Urbevölkerung interessieren. Der Hauptteil behandelt die heutigen Probleme einer Volksgruppe, deren Integration die eingewanderten Weissen nie wirklich gefördert hatten. Die Kochs vergessen nicht, die Kultur der Aborigines näher zu betrachten, erwähnen auch religiöse und soziale Gründe, die direkt oder zumindest indirekt zu den Verursacher des nach wie vor grossen gesellschaftlichen Problems zu zählen sind.

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DVD-Tipp: Australien Diagonal

Australien DiagonalDer Titel der DVD sagt es: Australien diagonal zu durchqueren, meistens abseits von asphaltierten Strassen, war das Ziel von Sabine und Burkhard. Die beiden sind seit bald zehn Jahren ständig auf Achse mit ihrem liebevoll Pistenkuh genannten Reisemobil. Die vorliegende DVD ist das Resultat aus neun Monaten Abenteuer in einem Toyota Land Cruiser, der zum Buschcamper umgebaut wurde.

Dabei gilt es zu bedenken, dass die beiden nicht von einem vielköpfigen Kamerateam begleitet wurden sondern stattdessen vom Drehbuch über das Filmen bis zum Schnitt alles selber erledigten. Das Resultat ist weniger professionell als das vielleicht eine TV-Produktion wäre, aber um ein Vielfaches authentischer. Allein das Wissen, dass die das alleine machten, beeindruckt. Da wurde auf Hügel gekraxelt, durch Sümpfe gewatet und auf Berge gestiegen, um den fahrenden Toyo im Bild zu haben. (Trailer weiter unten)

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Krimi: Der Tod macht niemals Urlaub

Vor geraumer Zeit habe ich hier schon mal einen Camping-Krimi vorgestellt. Damals hatte er (der Tod) eine Anhängerkupplung. Heute findet er (eben, der Tod) sich wieder auf einem Campingplatz ein. In Angelika Wesners Debut-Krimi ermittelt die SOKO Camping in einem seltsamen Mordfall im Camping-Umfeld.

Das Besondere zuerst: „Der Tod macht niemals Urlaub“ Angelika Wesners Erstlingswerk. Und die Ideen dazu sind ihr im Wesentlichen während des eigenen Campingurlaubs gekommen.

Der Krimi hat mit ca. 250 Seiten überschaubaren Umfang, die Spannung hält sich in Grenzen. Zwar basiert die Geschichte auf durchaus interessanten Überlegungen. Die Protagonisten des Camping-Krimis sind aber ziemlich oberflächlich und schnell eingeführt, da entsteht kaum stärkere Bindung des Lesers zu einzelnen Figuren.

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Es werde intelligentes Licht

[Trigami-Review]

Eine Taschenlampe findet sich vermutlich in jedem Wohnwagen, Reisemobil oder Zelt. Doch die Unterschiede zwischen den verwendeten Lampen dürften riesig sein. Heute stellen wir euch ein Prachtsexemplar vor, das wohl nur noch von ganz wenigen elektrischen Handlaternen getoppt werden kann: Das Modell M7R von LED-LENSER hat eine unglaubliche Lichtleistung. Ganz im Sinne einer geringeren Umweltbelastung wird bei diesem leistungsstarken Modell ein Akku anstelle von einmalig verwendbaren Batterien verwendet.

Damit ist auch bereits einer der ganz grossen Vorteile der M7R (das R steht für Rechargeable, wiederaufladbar) genannt. Erfreulicherweise muss der Akku zum Aufladen nicht entnommen werden. Stattdessen setzt man beim LED-LENSER auf einen verschleissfreien Magnetkontakt (siehe Abbildung). Da kann nichts kaputtgehen und das Fummeln beim Ein- und Ausstecken entfällt komplett. Und der Ladezustand wird praktischerweise auch stets angezeigt. Wirklich genial: Zum Aufladen wird ein USB-Kabel verwendet. Damit lässt sich die handliche LED-Leuchte auch mit Hilfe eines Computers oder über den als Zubehör erhältlichen 12-Volt-Stecker unterwegs aufladen. Bravo!

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Mit dem Wohnmobil in die Schweiz

Zwei Bücher mit diesem Titel sind in der WOMO-Reihe erschienen. Eine Buchreihe, die für zahlreiche Länder und Gebiete erschienen ist und sozusagen pfannenfertige Wohnmobil-Touren vorstellt und vorschlägt.

Das ist zumindest als Basis für die Planung interessant, beginnt man doch nicht bei Null. Stattdessen hat man schon Anhaltspunkte, was es zu sehen geben könnte. Es ist dann ein Einfaches, die im Buch aufgezeigten Routen nach Belieben den eigenen Bedürfnissen anzupassen, zu verlängern oder zu kürzen.

Gefallen findet die Tatsache, dass die Autoren ihre Informationen ganz offensichtlich vor Ort gesammelt und nicht nur einfach die einschlägigen Tourismus-Prospekte abgeschrieben haben. Der WOMO-Verlag rühmt sich zu Recht damit, Bücher von Reisemobilisten für Reisemobilisten anzubieten. Besten Dank dafür.

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Ein Traum, vier Räder, ein Mann

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Mit einem zehnjährigen Wohnmobil waren Michaela und Andreas über eineinhalb Jahre auf dem amerikanischen Kontinent unterwegs. Die Route führte sie über fast 70’000 Kilometer von Alaska im Norden über die Panamericana bis Feuerland ganz im Süden. Ganze 3’900 Digitalfotos und 8’000 Dias wurden geschossen und es wurde viel geschrieben. Ein ganzes Buch voll.

Es hat den Titel „Ein Traum, vier Räder, ein Mann“, zählt über 150 Seiten und ist keine Sekunde langweilig. Michaelas Schreibstil zieht einen von Beginn an in seinen Bann. Erfrischend, humorvoll und absolut kurzweilig. Ohne Umschweife bringen die kurzen Sätze das Erlebte scheinbar unverfälscht aufs Papier und lassen mitfühlen. Nicht nur wenn es um persönliche Sorgen geht. Fast schon wie ein Tagebuch beschreibt das Buch das Abenteuer, das sich auf persönlicher, emotionaler Ebene abspielt und weniger die Reise als solche. Auch fehlen weitestgehend Bilder. Und die paar wenigen sind schwarz-weiss in schlechter Druckqualität.

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Der Tod hat eine Anhängerkupplung

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Ein seltsamer Titel für einen Blog-Eintrag. Auch ein seltsamer Titel für einen Roman. So heisst nämlich der Campingkrimi von Comedy-Altmeister Bernd Stelter, mir vor allem als Bestandteil von „Sieben Tage, Sieben Köpfe“ in Erinnerung geblieben.

Was der Leser hier an Futter bekommt, hat wenig mit den klassischen Bestsellern im Krimi-Bereich zu tun. Klar, es gibt Tote, Verdächtige, und Polizisten. Man sucht Spuren, Motive und Beweise. Aber die eigentliche Geschichte wird wenig vorangetrieben, der Autor nutzt lieber Kleinigkeiten und Alltägliches, um mit viel Humor den Leser immer wieder daran zu erinnern: Hey, ich komme aus der Comedy-Ecke.

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Ein Campingkrimi ist lustig

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So sieht das jedenfalls der deutsche Komiker Bernd Stelter, der mit „Der Tod hat eine Anhängerkupplung“ seine Krimi-Fähigkeit beweist. Stelter, der selbst bekennender Camper ist, fand es nur naheliegend, seine persönlichen Vorlieben für Krimis und Camping zu verbinden.

Es geht um den gestorbenen Campingwirt und die dadurch auf den Kopf gestellte Camping-Idylle an der holländischen Küste. Gespickt mit Humor und Insiderwissen aus dem Camper-Leben dürfte dieser Roman so manchen Camper an den Campingstuhl fesseln.

Eine ausführlichere Vorstellung gibt es mittlerweile hier.

Der Krimi ist im inCamper-Shop erhältlich.