Mini-Camper mit Pedale

Mit reiner Muskelkraft wird dieses Wohnmobil betrieben. Und dafür braucht man ganz schön Muckis in den Waden, denn sonst bewegt sich das als Fahrrad zugelassene Gefährt keinen Meter. Ausserdem gibt’s noch einiges zu optimieren. So fehlt zum Beispiel jeglicher Schutz gegen Wind und Wetter für die Fahrer. Und die Sitzposition beim Treten scheint alles andere als bequem. Aber witzig ist es allemal.

Allerdings dürfte es entgegen der Behauptung des Erbauers nicht das kleinste Wohnmobil zu sein. Ich habe den Eindruck, dass die Piaggios, die ich hier schon mal zeigte, noch ein Stück kleiner sind.

Echter Nostalgie-Camper

Schon lange bevor es das, was wir heute als Wohnmobil bezeichnen, gab, hatten Wanderzirkusse das Bedürfnis nach mobilen Übernachtungsmöglichkeiten. Der ‚Beer Moth‘ ist möglicherweise ein Überbleibsel aus jener Zeit. Die Basis bildet ein gewöhnlicher zeitgenössischer Truck, auf der Ladefläche hat man jedoch unter der Plane eine bescheidene Einzimmer-Wohnung eingerichtet.

Wer will, kann für 60 Pfund pro Nacht in genau diesem Gefährt übernachten, Frühstück inklusive. Es steht im schottischen Cairngorms, an idyllischer Lage. Leider (oder glücklicherweise?) ist das Fahrzeug aber nicht mehr mobil. Die Landschaft muss man deshalb zu Fuss erkunden.

Das Fahrzeug war früher ein Feuerwehrwagen, wurde nach der Ausmusterung von Walther Micklethwait gekauft und zum Nostalgie-Camper umgebaut.

Mehr Infos zum ‚Beer Moth‘ (englisch)

Gefährliche Bastellösung

Besitzer von Wohnmobilen und Caravans wissen, dass es ganz ohne Basteln meist nicht geht. Früher oder später muss man irgendeine Schraube anziehen, ein Kabel verlegen oder einen Schlauch ersetzen. Meistens betreffen die Bastellösungen den Aufbau, selten das Basisfahrzeug. Und fast gar nie elementare oder sicherheitsrelevante Bereiche.

Der Kollege, der versucht, mit einem normalen Personenwagen einen sogenannten Fifth-Wheel (Sattelauflieger) zu ziehen, bewegt sich da eindeutig in eher ungewöhnlichen Sphären. Was auf Fotos zur Unterhaltung dienen mag, ist in Wirklichkeit irgendwo zwischen grobfahrlässig und kriminell einzuordnen. Ich hoffe sehr, dass ihm seine Konstruktion zu Bruche ging bevor er den Auflieger auf über 10 km/h bringen konnte.

Mehr Bilder gibt’s bei Doyle & Terri

Auffallen, die Zweite: Pink Motorhome

Wer auf dem Campingplatz auffallen will (durch sein Fahrzeug, nicht sein Verhalten), braucht nicht unbedingt hunderte von Arbeitsstunden in die Restaurierung eines Oldtimers zu investieren. Die Blicke der Leute kann man auch auf sein Camping-Gefährt ziehen, indem man es aufällig bemalt bzw. bemalen (oder bekleben) lässt.

Zum Beispiel so wie die US-Komikerin Shann Carr es gemacht hat. Mit ihrem pinkigen Wohnmobil auf Wellen und mit Haifischschnauze dürfte sie überall schnell zum Gesprächsthema werden. Es geht natürlich auch unauffälliger. Aber Carr dürfte sich gesagt haben: Wenn schon, denn schon.

Bed Zzzzeppelin. Auffallen garantiert.

Einen wunderschönen Custom Caravan inklusive perfekt passender Zugmaschine habe ich bei AmeriCar gesehen. Der Finne John Löfbackas hat einen 74er Constructam-Wohnwagen und einen 49er Ford F1 so weitgehend restauriert und umgebaut, dass jedem Autohistoriker das Herz stehen bleibt. Selbiges jubelt aber bei den Fans der Custom-Szene. Und irgendwie hat das Gespann doch was, nicht? Nicht unbedingt Sieger in Sachen Alltagstauglichkeit, aber Auffallen hat ja auch seinen Wert. Für die einen.

Einen ausführlicheren Bericht sowie zahlreiche sehr schöne Bilder gibt’s drüben bei AmeriCar.

Foto: Heikki Malinen

Monster-Wohnmobil

Gut, der Titel ist reisserisch. Aber als Monster würd‘ wohl jeder Platzwart dieses Allrad-Wohnmobil bezeichnen. Wer damit nicht vorsichtig umgehen kann, der dürfte auf dem Weg zum Stellplatz einiges an Schaden anrichten. Sofern die Polizei den Fahrer nicht vorher rausgenommen hat.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=GKVA6cCO3eE[/youtube]

Von der Bücherei zum Schloss

Die Wohnmobile der Selbstausbauer sind bekannt für üppige Ausstattung und knufflige Details. Doch mit barocken Möbeln unterwegs sind nur wenige. Eines davon nennt sich „Schloss auf Rädern“ und gehört Katja und Michael. Aus einem 1979er-Bücherei-Bus haben die zwei ein ganz besonderes Wohnmobil gebaut. Dabei war ursprünglich mehr eine fahrende Vernisage geplant. Der Ausbau zum Wohnbus kam erst im Laufe der Zeit.

Wenngleich ein fensterloses Wohnmobil mit Barock-Möbeln nicht jedermanns Sache ist, so ist das Schloss auf Rädern durchaus sehenswert. Es zeigt eindrücklich, was man aus so einem Oldtimer machen kann, wenn genügend Länge vorhanden ist und das Gewicht sekundär ist.

Auf ihrer Webseite zeigen die zwei Bastler noch mehr Bilder und erzählen etwas über die Geschichte, die hinter diesem einzigartigen Wohnbus steckt.

>>zur Webseite

Treffen für Oldtimer- und Wohnbusse 2010

Mal wieder ein Datum, das man sich markieren sollte: Bereits zum 29. Mal wird vom  20. bis 22. August das Bus- und Wohnbus-Oldtimertreffen durchgeführt. Das OK hat sich für dieses Jahr einen Platz in Thayngen, zwischen Schaffhausen und Singen, ausgesucht. Auf dem Gelände eines ehemaligen Zementwerkes finden die vorwiegend aus der Schweiz erwarteten Busse einen befestigten Untergrund. Viel mehr gibt es allerdings nicht: Wasser ist beschränkt verfügbar, Strom gar nicht. Und das Abwasser muss wieder mitgenommen werden.

Doch das kümmert die Teilnehmer wenig. Ein grosser Teil hat seine selbstausgebauten Wohnbusse sowieso so ausgerüstet, dass problemlos ein paar Tage autark gecampt werden kann. Und Toiletten werden in einem WC-Wagen von den Organisatoren zur Verfügung gestellt.

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Wohnmobil-Oldtimer für 1 Euro

Magical Snap - 2009.11.05 20.54 - 001Bastler aufgepasst: Eine Chassis-Kabine L608D von Mercedes mit Wohnwagen-Aufbau Marke Tabbert gibt’s ab einem Euro bei ebay. Das seltene und seltsame Gefährt Marke Eigenbau wird verkauft, weil der TÜV die eine oder andere Sache verlangen täte, dem jetzigen Eigentümer aber die Zeit fehlt.

Vielleicht liest da ein Fan oder Bastler mit. Ein Schnäppchen wär’s für einen solchen auf jeden Fall. Allein der Schrottwert würde bei 100 Euro liegen. Um den Camper wieder einsetzen zu können, dürfte allerdings so einiges nötig sein.

>>Mehr Infos