Was ist eigentlich mit Alligro Mobile?

Alligro_Individual_Liner_19Vor bald sechs Jahren habe ich (und mit mir viele andere) über eine neue vielversprechende Marke im Reisemobil-Markt berichtet: Alligro Mobile hat im März seinen ersten Prototypen vorgestellt, der im Premium-Segment mitmischen sollte. Seither ist viel Zeit verstrichen, ohne dass man in erwähnenswerter Weise weiterhin von dieser jungen Marke gehört hätte. Mir ist auch noch nie ein Alligro in freier Wildbahn begegnet. Und wenn man sich die Webseite von Alligro Mobile anschaut, dann entsteht da nicht der Eindruck, dass man da mit viel Tatendrang und Innovation am Markt aktiv wäre.

Weiss jemand aus meiner Leserschaft mehr über Alligro Mobile und was mit der Marke geschehen ist? Vielleicht gibt’s da draussen auch jemanden, der einen Alligro sein eigen nennt (obwohl ich den Verdacht habe, dass da noch gar keine Fahrzeuge verkauft wurden).

Hymer bald mit Slideout?

01-Esser-MeckeHymer und AL-KO arbeiten gemeinsam an der Entwicklung eines preiswerten Slideouts für Mittelklasse-Reisemobile. Bis Ende 2014 konnten Interessierte in diesem Zusammenhang auf einer eigens eingerichteten Webseite ihre Wunsch-Grundrisse planen und für den Wettbewerb einreichen. Nun wurde aus den weit über 300 eingereichten Vorschlägen der Gewinner ermittelt.

Den meisten, die abgestimmt haben, gefällt demnach ein Lösungsansatz, der nicht die sonst weit verbreitete Vergrösserung des Wohnbereichs im Fokus hat. Vielmehr hätten viele gerne ein deutlich grösseres Bett in ihrem Reisemobil. Ein solches nimmt aber halt auch immer dem restlichen Wohnraum Platz weg. Ausser, ja, ausser man wählt den Lösungsansatz des Wettbewerb-Gewinners: Das Bett kommt in den Slideout.

Während der Fahrt nimmt das Bett nicht unnötig Platz weg. In der Nacht hat man ein grosszügiges Lager dank ausfahrbarem Erker.

Hymer plant auf die Messe-Saison 2015 mit einem Prototypen aufzuwarten. Die Serienproduktion steht noch in den Sternen. Aber mit grosser Wahrscheinlichkeit werden wir bald auch im Mittelklassen-Segment mit ausfahrbaren Erkern beglückt. Spannend, wie ich meine.

Quelle: hymer.com

Suzuki, wann kommt der X-Head endlich?

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Es ist jetzt sechs Jahre her seit Suzuki die Konzeptstudie X-Head präsentierte. Der potenzielle japanische Unimog-Killer ist zwar nicht ausdrücklich als Wohnmobil gedacht. Aber mal ehrlich, sähe eine Absetzkabine oder ein Wohnmobilaufbau nicht genial aus auf so einem Fahrzeug.

Suzuki, bitte produzieren. Wir können uns das vermutlich zwar nicht leisten, aber wir wollen es auf den Strassen sehen. Wobei… auf die Strasse gehört der wohl auch wieder nicht. Egal, produzieren, bitte!

Quelle: consumerreports.com

Das Reisemobil als rollendes Büro

Die Idee ist so gut wie alt: Das Büro und alles andere, was man zum Arbeiten braucht, stets dabei haben und dadurch noch flexibler zu sein. Zwei deutsche Filmemacherinnen haben das in die Praxis umgesetzt und sich dabei für einen Bürstner Nexio entschieden. Mit dem kompakten Gefährt haben sie genügend Komfort und einen Haufen Platz für ihr Equipment.

In einem kurzen Werbevideo berichten die beiden über ihre ersten Erfahrungen und zeigen dazu schöne Videoaufnahmen.

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=r74sFDKJoNE[/youtube]

Zelt ist nicht gleich Zelt

Es ist noch gar nicht so lange her, da verband man die Urlaubsform Camping allem voran mit Zelten. Und viele haben wohl wie ich in der Kinder- oder Jugendzeit an dem einen oder anderen Zeltlager teilgenommen. Daran habe ich fast nur gute Erinnerungen. Man hatte sein eigenes „Häuschen“, hörte die fröhlichen Vögel pfeifen und die unheimlich anmutenden nächtlichen Geräusche der Natur. Am Morgen öffnete man den Reissverschluss, steckte den verschlafenen Kopf aus der textilen Seitentüre und stellte verwundert fest, wie frisch da draussen die Luft war. Meistens war noch alles nass vom Tau und die Kinder liefen deswegen morgens allesamt in Gummistiefeln umher. Das waren noch Zeiten, nicht?

Für viele ist Zelten auch im Erwachsenenalter nicht wegzudenken. Egal, ob man ausgedehnte Wandertouren durch die Alpen, einen Pilgerweg begeht oder zu Fuss durch Steppe und Wüste reist: Wer den Geldbeutel dabei schonen möchte, verzichtet auf Hotel oder Herberge und nächtigt stattdessen im mitgetragenen Zelt. Wobei ich mir vorstellen kann, dass dieses komfortabler ausgestattet ist als so manches Hotel in abenteuerlichen Regionen (so es denn überhaupt Hotels gibt).

Doch verschiedene Regionen verlangen auch nach verschiedenen Ausstattungsmerkmalen. So hilft ein Moskitonetz wenig, wenn das Zelt im alpinen Gebiet eingesetzt wird und das komfortabelste Zelt wird in der Wüste nutzlos, wenn es nicht sanddicht verschlossen werden kann. Man sollte sich also vor dem Kauf schon Gedanken machen, wo und wofür das Zelt eingesetzt werden soll.

Dabei sollte man sich auch Gedanken machen über die benötigte Grösse. Wie viele Personen müssen darin übernachten können? Und braucht man das Zelt nur zum Schlafen oder kann es auch mal vorkommen, dass man wegen schlechtem Wetter einen Tag darin verbringen muss? Je grösser desto besser, wäre man da versucht zu sagen. Stimmt aber auch nur sehr bedingt, denn wenn man das Zelt auf dem Rücken tragen oder z.B. täglich neu auf- und abbauen muss, ist Grösse und entsprechendes Gewicht plötzlich nicht mehr so sinnvoll. Und wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, hat gleich nochmals andere Anforderungen an die Verpackung eines Zeltes.

Auf immer mehr spezifische Anforderungen kann heute eingegangen werden, weil eben jedes Zelt anders, jeder Schlafsack seine Eigenheiten und jede Outdoor-Kleidung ihre individuellen Stärken hat. Wer Expeditionen, Bergtouren oder lange Fahrrad-Reisen plant, kommt kaum mehr darum herum, sich ausführlich beraten zu lassen. Am besten von einem Verkäufer, der selber ähnliche Reisen unternimmt und deshalb weiss, wovon er spricht. Verschiedene Outdoor-Spezialisten wie die schweizerische Transa schicken ihre Mitarbeiter deshalb bewusst von Zeit zu Zeit in die „Wildnis“ mit dem Auftrag, die Produkte anzuwenden, die sie verkaufen.

Campingführer ADAC für Smartphone

adac2014Nicht jeder mag den Campingführer des ADAC, weil zum Einen längst nicht alle Campingplätze (auch nicht alle grösseren) aufgeführt sind und weil zum Anderen keine Transparenz darüber herrscht, warum eben dies der Fall ist. So weiss ich persönlich von einem Betreiber, dass er sich seit über zwei Jahren darum bemüht, in den ADAC-Campingführer aufgenommen zu werden. Bisher erfolglos. Gleichzeitig sind Plätze darin gelistet, die ich hochkant rauswerfen würde, wenn ich könnte. Oder zumindest die Bewertung massiv nach unten korrigieren.

Trotzdem halte ich persönlich den ADAC-Führer für einen der besseren Sorte. Jedenfalls habe ich bislang keinen gefunden, der so umfassend und trotzdem übersichtlich informiert. Und gerade die Kombination aus dickem Buch und faltbarer Karte ist in meinen Augen äusserst gelungen.

Wie jeder Anbieter, der etwas auf sich hält, bietet der ADAC die bewährten Camping- und Stellplatzführer seit diesem Jahr auch für das Smartphone (Android, iOS) an. Dabei ist zu beachten, dass Stellplätze und Campingplätze in einer App angezeigt werden, was schon mal lobenswert ist. Andererseits gilt natürlich auch hier: Vollständigkeit sieht anders aus. Aber häufig sieht man ja die alternativen Plätze vor Ort, auch ohne dass sie im Führer vermerkt sind.

Hier gibt es die Links zu den Apps, die ca. 10 Franken kosten für iPhone/iPad und Android-Geräte. Wie immer bei App-Empfehlungen empfiehlt es sich, vor dem Kauf die Bewertungen zu lesen! Und denkt dran: Im Ausland dürften auch bei dieser App Roaming-Kosten anfallen!

Glaarkshouse: Unendliche Hochzeitsreise?

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Jennifer und Peter kannten sich noch nicht lange als sie beschlossen, alles aufzugeben und zu verkaufen, ein Expeditionsfahrzeug anzuschaffen und auf Reise zu gehen. Vorher heirateten sie noch, so dass dies nun die Hochzeitsreise ist. Dauer? Unbestimmt. Ziel? Der Weg.

Ihre Reise führte sie seit dem 30. April 2013 erst über Osteuropa in die Türkei bis in die Vereinigten Arabischen Emirate, später via Sri Lanka und Indien nach Nepal.

Auf ihrer Webseite glaarkshouse.com berichten sie in unregelmässigen Abständen über das Erlebte, stets humorvoll geschrieben und mit tollen Fotos versehen. Ein Besuch lohnt sich.

Geschirr ohne Chemie

ETKW Eco familyÖko muss nicht hässlich sein. Das Geschirr von eurotrail kommt in frisch-sommerlichen Farben daher und fällt optisch höchstens positiv auf. Trotzdem ist es angeblich zu 100% aus pflanzlichen Materialen und damit komplett biologisch abbaubar.

Erstaunlicherweise ist das Eco-Geschirr nicht nur sehr widerstandsfähig, sondern hält sogar Spülmaschine und Mikrowelle problemlos aus.

Im Angebot sind alle wichtigen Geschirrarten vom Suppenteller über Tasse und Becher bis Salatschalen und Tabletten. Das einzelne Teil ist für vier bis sechs Euro erhältlich. In der Schweiz allerdings nur bei drei Händlern.

Airstream baut Autobahn

autobahn-1Na gut, das ist jetzt eine Wortspielerei. Autobahn ist nämlich die Bezeichnung für einen VIP-Bus auf Basis des Mercedes Sprinters. Und den hat der US-Caravan-Hersteller Airstream eben erst vorgestellt.

Der Autobahn soll neue Massstäbe setzen in Sachen VIP-Beförderung. Sein Inneres erinnert mehr an Privat-Jet denn an Bus. Im heizbaren Ledersessel lässt es sich angenehm reisen. Für Unterhaltung sorgt der grosse Bildschirm, der ebenfalls grosse Kühlschrank steht zur Erfrischung bereit.

autobahn-2Ein Dreiliter V6 Diesel mit Turbo sorgt währenddessen mit 190 PS für den nötigen Vorschub. Knapp 98’000 Euro muss hinblättern, wer einen Autobahn sein eigenen nennen möchte.

Hat jetzt alles nicht viel mit Camping zu tun. Aber dass sich Airstream auch in „andere“ Segmente traut, ist doch wenigstens eine Meldung wert.

Quele + Bilder: Airstream